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Nachts im Museum 2
USA/Kanada 2009, Komödie, FSK ab 6 Jahren
am 05.03.2010 von
janis.f (16), Redaktion Münster, Film-Kritik
Bewertung: 6 von 10 Sternen
Der lang erwartete Fortsetzungsfilm des Block-Busters mit Ben Stiller & Co.
Larry Daley, der Nachtwächter des Naturhistorischen Museums aus "Nachts im Museum" Teil 1, ist durch eine seiner Erfindungen zu einem reichen Unternehmer aufgestiegen. Nur noch selten besucht er sein altes Museum. Eines Tages muss er erkennen, dass seine alten Freunde durch neuartige Technologien, wie z.B. Hologramme ersetzt werden. Auch ist mit dem Transport der Exponate in das Archiv von Washington klar, dass sie nicht mehr zum Leben erwachen werden, denn Pharao Ahkmenrah und seine goldene Tafel werden zurückbleiben, genauso wie der T-Rex und einige wenige andere Ausstellungsstücke.
Das hat Larry auch gedacht, doch als er am nächsten Abend einen mysteriösen Anruf des kleinen Diorama-Cowboys Jedediah bekommt, wird er stutzig.
Es stellt sich heraus, dass aus Versehen auch die Tafel mit nach Washington geschickt wurde und das teils unterirdische Museumsarchiv nachts zum Leben erwacht.
Ahkmenrahs älterer böser Bruder Kahmunrah will die chaotische Situation nutzen und die praktische Tafel für den häuslichen Pharaonengebrauch an sich reißen. Dies soll ihm dann zu einer aus der Unterwelt auferstandenen Totenarmee verhelfen, welche ihm dann die Weltherrschaft beschert.
Während Larry nach Washington reist, versammelt Kahmunrah Gleichgesinnte, wie die Figuren von Iwan dem Schrecklichen, US-Gangster Al Capone und den Feldherren Napoleon um sich.
Als Kahmunrah, der übrigens einen sehr "lustigen" Sprachfehler hat, versucht seinen Plan in die Tat umzusetzen muss er feststellen, dass "Mami und Papi" die Kombination zum Tor der Unterwelt geändert haben, damit der böse "Bubi" nichts anstellt. Nun zwingt er Larry dazu den Zahlencode zu entschlüsseln und setzt ihn unter Druck: Sollte er den Code nicht rechtzeitig herausbekommen wird Minicowboy Jedediah in einer Sanduhr ersticken.
Eine spannende Jagd gegen die Zeit beginnt und dabei sind viele lustige Charaktere mit von der Partie...
Die Fortsetzung des Kassenschlagers kam mit großem filmtechnischem "TamTam" in die Kinos, so dass der Besucher dementsprechende Erwartungen an den Film hatte. Leider stellt der neue Film keine besondere Veränderung zum Vorgänger dar.
Größer, weiter, schneller - Das Motto von Olympia trifft hier gut zu. Größere Sets, viele weitere Charaktere und schnellere Verfolgungsjagden - dies sind drei Hauptunterscheidungsmerkmale. Interessant wird es nur sehr selten, die meisten Gags sind massentauglich, aber manchmal, wenn auch selten, auch wirklich witzig.
Schauspielerisch liegt er nur leicht unter dem Pensum von "Nachts im Museum 1", da das Ensemble kaum verändert wurde. Der einzige Schauspieler, der wirklich heraussticht, ist Robin Williams (Theodore Roosevelt), der zum Leidwesen der schauspielerischen Erscheinung des Films, zum größten Teil gestrichen wurde und nur in ein bis zwei Szenen auftritt. Die neuen Sets sind eigentlich nur dazu da, dem Film eine andere Umgebung zu bieten als in Teil Eins, um keine Langeweile aufkommen zu lassen und sind eher nicht ausschlaggebend für die äußere Form des Films.
Die Musik ist allerdings positiv zu erwähnen.
Ziemlich einfallslos ist es, Vor- und Abspann fast nahezu komplett zu übernehmen, eine andere Machart wäre hier interessanter gewesen.
Zusammenfassung:
2 Sterne für Schauspiel und Emotionen, da Ensemble und Skript zwar eine solide schauspielerische Leistung abliefern, aber an vielen Stellen stark vereinfacht wurden und den Zuschauer eher unterfordern. Dies wiederum verhilft dem Film aber zu mehr Familienfreundlichkeit.
1 Stern für die Handlung: Drehbuch und Plot ebenfalls solide, aber dennoch wirken Handlungsinhalt und Ablauf konstruiert mit wenig "Tiefgang".
0 Stern für Einfallsreichtum: Der Einfallsreichtum des ersten Filmes ist verflogen und der Zuschauer wird mit viel Klamauk abgespeist.
3 Sterne: Der Film erhält für technische Ausstattung und Nachbearbeitung, wie Musik und Effekte, zusätzliche Sterne.
Fazit: Wer "Nachts im Museum" Teil 1 gesehen hat, wird wahrscheinlich nicht sehr überrascht sein, kann aber der Vollständigkeit halber mal hineinschauen.
Kurz: annehmbar aber eher schwach
6 von 10 möglichen Sterne
USA/Kanada 2009
Komödie
Regie: Shawn Levy
Darsteller: Ben Stiller: Larry Daley /Amy Adams: Amelia Earhart /Owen Wilson: Jedediah Smith /Robin Williams: Theodore Roosevelt /Hank Azaria: Kahmunrah, Der Denker, Abraham Lincoln u.v.a.
FSK: ab 6 Jahren
Laufzeit: 105 Min.
Sonstiges: Verleih: Fox /Musik: Alan Silvestri
Gütesiegel:
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59 von 90 Punkten insgesamt
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