Aquila

Aquila

2017, Jugendthriller

am 03.09.2019 von Esat.A (16), Redaktion Gelsenkirchen, Buch

Dein Gesamturteil: 9 von 10 Punkte

Stell dir vor, du würdest an einem Samstagabend einschlafen, allerdings an einem Dienstagmorgen aufwachen!

Studentin Nika ist für ein Auslandssemester nach Siena, einer Stadt in Italien, gereist und lebt nun mit ihrer Mitbewohnerin Jenny in einer Wohnung. An einem Samstag geht sie mit Jenny feiern, allerdings kann sich Nika weder an exzessiven Alkoholkonsum noch an den illegalen Konsum gefährlicher Drogen erinnern. Nika wacht an einem Morgen auf und denkt, es sei Sonntag. Daraufhin akkumulieren sich bizarre Dinge. An diesem Tag leidet sie an einem ominösen Gedächtnisverlust, ihre Mitbewohnerin ist ohne jede Spur verschwunden, ihr Handy ist ebenfalls nicht aufzufinden, sie ist in der Wohnung eingeschlossen, da die Wohnungstür abgeriegelt ist und ihre Schlüssel sich nicht in der Wohnung befinden. Als sie ins Badezimmer geht, liest sie die Worte "Letzte Chance". Daraufhin findet sie in ihrer Hosentasche einen Zettel mit seltsamen Worte, die so scheinen, als ob sie ohne Sinn und Verstand aufgeschrieben worden seien, allerdings schließt sie aus der Schrift, dass sie diese Worte verfasst hat. Diese Geschehnisse haben sie bereits verstört, aber den größten Schock erlebt sie erst, als sie den Fernseher einschaltet. Den ganzen Morgen über war sie der festen Überzeugung, dass es Sonntag sei, dabei war es den ganzen Morgen über Dienstag. Diese Erkenntnis schockiert sie. Weder Erinnerungen noch Erinnerungsfetzen kann sie an die letzten Tage aufrufen. Dank des Hausmeisters schafft Nika es, aus der Wohnung zu kommen. Sie kann, weil sie aus Deutschland kommt, nur fetzenweise Italienisch. Deshalb hat sie Probleme bei der Kommunikation mit ihren Mitmenschen, unter anderem mit der Polizei. Die unglaubliche Jagd nach den Erinnerungen quer durch Siena hat begonnen.

Dieses Buch habe ich auf Anfrage von einer Person empfohlen bekommen. Ich war von dem Klappentext des Buches und der Beschreibung der Person bereits beeindruckt. Ich als Thriller-Fan habe eine Liebe zum Mysteriösen entwickelt und wollte unbedingt erfahren, was es mit diesen Informationen auf sich hat und was in diesen paar Tagen geschehen ist.

Das Buch startet bereits fesselnd, da sich zwar thriller-typische, aber trotzdem auf seine eigene Art einzigartige Mysterien miteinander verweben. Ich fand es von Anfang an faszinierend, wie die Autorin diese Enigmen in die Handlung einfügt, ohne die Mysterien in den Plot hineingezwungen wirken zu lassen. Im Laufe der Handlung kommen immer mehr Mysterien in die Handlung, und man lernt immer mehr Personen kennen, die auf ihre eigene Art einen liebenswerten Charakter haben.

Spoiler!

 

Die Auflösung der Enigmen war ausgesprochen beeindruckend. Am Anfang des Buches war man der festen Überzeugung, dass Jenny (Nikas Mitbewohnerin) entweder entführt wurde oder abgehauen ist. Allerdings kam heraus, dass sie eine gefährliche und manipulative Persönlichkeitsstörung hat. Sie hat einen Mord, der im Buch ebenfalls mysteriös beschrieben wird, begangen und hat versucht,alles Nika in die Schuhe zu schieben. Sie hat alle Spuren sabotiert und hat Nika Drogen verabreicht, sodass sie ihr Gedächtnis verliert und vor Gericht nicht aussagen kann. Es kommt ebenfalls heraus, dass Jenny auf Grund eines Unglückes starb und Nika dies ebenfalls vergessen hat.

Dieser Plottwist ist für jeden Leser ein unglaublicher Schock, da die Autorin talentiert darin ist, den Leser auf die "falsche Bahn" zu lenken.

Meiner Meinung nach ist dieses Buch brillant, aber es ist an manchen Stellen wie ein Kaugummi in die Länge gestreckt worden. Z.B am Ende wurde zu spät klar, ob Nika Jenny tötete oder es nur ein Unfall war.

 

Fazit

Diese Buch hat mich dazu gebracht, weitere Bücher der Autorin zu lesen. Diese Bücher habe ich bereits gelesen und werde sie chronologisch bewerten. Als nächstes bewerte ich von Ursula Poznanski "Fremd".

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