Begabt - die Gleichung eines Lebens

Begabt - die Gleichung eines Lebens

USA 2017, Drama, ab 6 Jahren

am 14.07.2017 von Nele.He (18), Redaktion Gelsenkirchen, Film

Dein Gesamturteil: 10 von 10 Punkte

Ich habe noch nie so geweint.

Nach dem Suizid seiner Schwester nimmt Frank Adler dessen Tochter bei sich auf und bemüht sich, ihr ein normales und fröhliches Leben zu bieten. Als sie in die erste Klasse kommt, stellt ihre Lehrerin schnell fest, dass die junge Mary eine Hochbegabung in der Mathematik hat. Als Franks Mutter davon erfährt, tut sie alles dafür, um ihm das Kind wegzunehmen, damit es das vollenden kann, was ihre Tochter einst begonnen hat: Die Lösung des Navier-Stokes Problems. Doch Frank kämpft für eine möglichst normale Kindheit seiner geliebten Nichte.

Ein Film voller Emotionen und der zu Tränen rührt. Chris Evans überzeugt als "Frank Adler" und bringt dessen Verzweiflung und Liebe für seine Nichte großartig rüber. Die Story ist eindrucksvoll und verfügt über eine absolut liebenswerte Protagonistin, die von der grandiosen Mckenna Grace verkörpert wird.

Neben den Tränen, die man zwischendurch verdrücken muss, kann man aber auch immer wieder Lachen, besonders über Octavia Spencers Charakter "Roberta", die Nachbarin von Mary und Frank, die einmal pro Woche auf das Mädchen aufpasst, und den einen oder anderen flotten Spruch auf den Lippen hat und einfach nur liebenswert ist.

Ich habe an diesem Film nichts zu bemängeln. Er zeigt auf eindrucksvolle Art und Weise den Konflikt, den Frank hat, ob er nun das Mädchen auf eine Hochbegabtenschule schickt und mit der Angst leben muss, dass sie so endet wie ihre Mutter, oder ob er Mary ihr Potenzial verweigert und sie auf eine Regelschule schickt für eine normale Kindheit. Gleichzeitig versucht der Film die Position der Mutter von Frank zu verdeutlichen, die sich wünscht, dass das Kind in die Fußstapfen ihrer Mutter tritt und ihr Potenzial entfalten kann.

Fazit

Ein großartiger Film!

Gütesiegel

90 von 100 möglichen Punkten

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