Das doppelte Lottchen

Das doppelte Lottchen

Deutschland 2017, Familienfilm, Ohne Altersbeschränkung

am 22.10.2018 von eva.he (14), Redaktion KinderFilmFest Münster 2018, Film

Dein Gesamturteil: 7 von 10 Punkte

Luise & Lotte sind Zwillinge & wussten nichts davon! Warum nicht einfach Rollen tauschen & woanders wohnen..?

Luise, ein temperamentvolles und lässiges Mädchen, wird von ihrem Vater in ihren ersten Ferien in Europa in ein Feriencamp zum Mathelernen geschickt. Sie erwartet nichts gutes, doch wird überrascht. Ein Mädchen namens Lotte, schüchtern und begabt, fällt ihr ins Auge: Sie sehen sich unglaublich ähnlich! Erst machen sie sich nichts draus, doch als sie bemerken, dass sie am gleichen Tag und im gleichen Ort geboren worden sind, steht fest - sie sind Zwillinge! Doch warum haben ihre Eltern sie auseinander gerissen und ihnen nichts davon erzählt? Was verheimlichen sie ihnen?

Fest entschlossen wagen sie, einen Plan auszuhecken. Sie tauschen die Rollen! Lotte, die bisher bei ihrer chaotischen, aber liebevollen Mutter Charlize gelebt hat, soll mit ihrem Vater Jan nach Salzburg fahren und Luise, die bisher das lässige Leben in Afrika genossen hat, soll zu ihrer Mutter Charlize kommen. Die Mädels wollen damit erreichen, dass sie ihr anderes Elternteil kennenlernen und die beiden wieder zusammenbringen, doch ahnen nicht, dass dabei so einiges schief laufen kann... 

Der Film "Das doppelte Lottchen" aus dem Jahr 2017 ist ein witziger und entspannter Familienfilm mit (vorallem zu Erich Kästners Zeiten) ernstem Thema. Mir hat der Film ganz gut gefallen. Die Schauspieler waren toll und vorallem die Drehorte waren toll!

Was ich ein bisschen zu bemängeln habe, ist das Drehbuch. Ich finde teilweise passten die Szenen nicht so gut zueinander oder die Übergänge waren etwas schnell beziehungsweise heftig. Als Beispiel: Luise und Lotte verstanden sind anfangs überhaupt nicht. Das wurde auch sehr lange so geschildert. Doch als Lotte in einer Nacht weint und Luise ihr die Hand hinhält, ändert sich alles und ab dem nächsten Tag sind die beiden wie Geschwister (was sie ja wirklich sind) und es scheint, als würden sie sich schon ewig kennen. Dieser Gefühlswechsel von heute auf morgen kommt ziemlich unrealistisch rüber und von solchen Stellen gibt es mehrere im Film. 

Doch im Gesamtpaket war die Erich Kästner-Geschichte sehr gut in die heutige Zeit umgesetzt, vorallem die Idee, dass Luise in Afrika gelebt hat und eine Art Hippie-Mädchen war, hat mir gefallen. 

Fazit

Ein schöner und witziger Film für entspannte Abende mit der Familie

Gütesiegel

74 von 100 möglichen Punkten

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