Buecher cferda 01

Goldener Käfig

2017, Fantasy, Dystopie

am 11.08.2017 von stefanie (19), Redaktion Köln 2, Buch

Dein Gesamturteil: 10 von 10 Punkte

Flamme gegen Flamme, Blitz gegen Stahl. Wer wird gewinnen?

Nachdem Mare sich geopfert hat, wird sie von Maven als Gefangene gehalten. Dabei schirmt er sie auch weitestgehend von ihren Feinden ab. Auch wenn das Monster in ihm offensichtlich ist, kann Mare nicht umhin, in ihm weiterhin den Prinzen, der im Schatten seines Bruders Cal steht, zu sehen. Und ihr Herz schlägt für beide Brüder.
Aber die Rebellion braucht die Blitzwerferin, um den tyrannischen König zu stürzen. Denn Maven ist ein Künstler der Manipulation und setzt alles daran, seine Krone zu behalten. Bald schon treten neue Parteien in den Krieg ein und jeder hat ein anderes Ziel.

Die Story ist zweigeteilt und vor allem am Anfang dreht sich fast alles um Mares Gefangenschaft und wie Maven sie abschirmt. Dieser Teil zieht sich ein wenig in die Länge, da nicht allzu viel geschieht, aber er ist wichtig, um Mavens Herrschaft zu verstehen. Denn er regiert in einem anderen Stil als sein Vater und man versteht seine Handlungen besser, wenn man sie aus der Nähe erlebt.
Sobald es mehr um den Krieg geht, nimmt die Handlung Fahrt auf und es wird spannender. Vor allem aber wird es weniger übersichtlich, da es drei Erzählperspektiven gibt und immer wieder neue Intrigen gesponnen werden. Die drei Erzählperspektiven sind gut durchdacht und es gibt Gründe, warum genau diese drei Figuren die Geschichte erzählen dürfen. Denn jede von ihnen hat ihre entscheidenden Szenen und diese sorgen dafür, dass der Leser einen guten Einblick in die eigentliche Situation bekommt. Vor allem aber lernt man zwei Figuren besser kennen, die bisher relativ wenig Raum bekommen haben. Das führte bisher dazu, dass man eine von ihnen eher gehasst hat. Das ändert sich teilweise in Band 3 und es ist schön, diese Entwicklung zu erleben.
Gerade das Ende ist, wie für diese Reihe typisch, schockierend und atemberaubend. Es kommt Schlag auf Schlag und sehr überraschend, wodurch man die letzten knapp hundert Seiten in einem Rutsch lesen kann. Vor allem aber will man es nicht mehr aus der Hand legen, da man unbedingt erfahren will, wie es ausgeht und wer leben und wer sterben wird. Denn eines ist bei Victoria Aveyard sicher: jeder könnte sterben, denn sie kennt keine Gnade.
Nur der Epilog stört den Leser, da es eine letzte unerwartete Wendung gibt, die eine böse Überraschung birgt. Denn egal wie hart man um etwas kämpft, man muss es nicht bekommen.

Fazit

Eine atemberaubende und faszinierende Fortsetzung, die qualitativ mit den Vorgängern mithalten kann und Lust auf mehr macht. Vor allem aber bleibt die Autorin ihrem Muster treu, den Leser mit den letzten knapp hundert Seiten zu schockieren.

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