Kinovorhang cferda 01

Let there be night

Ungarn 2017, Gesellschaft, Inklusion, ab 16 Jahren

am 15.05.2017 von Gianni (18), Redaktion Kurzfilmtage Oberhausen 2017, Film

Dein Gesamturteil: 10 von 10 Punkte

Der blinde Attila nimmt Benjamin mit auf eine Reise durch die Sinneswahrnehmung eines Sehbehinderten.

Attila ist blind. Wie ihm geht es vielen Menschen auf der Welt, aber die Mehrheit weiß einfach nicht, wie es sich anfühlt in seinen Sinnen eingeschränkt leben zu müssen. Benjamin Hameury begleitet Attila einen Tag mit verbundenen Augen und spielt, läuft und spricht mit ihm über seinen Alltag und lernt immer mehr über das Vertrauen auf die anderen Sinne wie, z. B. das Hören oder das Fühlen.

Die Szenen in der Sporthalle zeigen besonders die Authentizität mit dem dieser Film versucht, die Erfahrungen die Benjamin an seinem "blinden Tag" macht und wie er teilweise gnadenlos versucht einen mit Klingeln gefüllten Ball durchs Hören zu lokalisieren.

Ich persönlich habe in der Grundschule schon mal etwas ähnliches mit verbundenen Augen erlebt und kann nur bestätigen, dass diese Erfahrung das Verständnis für Menschen mit Handycap vereinfacht und Inklusion in die Gesellschaft fördert.

Die Kameraführung ist sehr eindrucksvoll und macht es spannend den Tag von Attila und Benjamin zu verfolgen.

Es wird auch viel gelacht während des Films, was die gesamte Situation für beide auflockert und die Angst etwas falsches zu sagen senkt.

Fazit

Der Film endet mit einem sehr schönen Bild im Park, aber um alles zu verstehen, was ich meine lohnt es sich den Film selbst anzuschauen!

Gütesiegel

86 von 100 möglichen Punkten

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