"Shame/Fame"

"Shame/Fame"

Niederlande 2017, Dokumentarfilm, ab 16 Jahren

am 28.01.2019 von , Redaktion , Film

Dein Gesamturteil: 8 von 10 Punkte

"Shame/Fame" von Eef Hilgers

In dem dokumentarischen Kurzfilm „Shame/Fame“, der am 22. November 2017 in den Niederlanden erschienen ist, geht es um Ruhm und Schande im Netz. Der Film wurde von Eef Hilgers gedreht.

Shame/Fame behandelt das Thema des Voyeurismus im Internet, vor allem auf einer niederländischen Seite namens „dumpert.nl“. Der Film klärt außerdem über die Tatsache auf, dass man Menschen, die mit diesen Videos zu tun haben, häufig zurückverfolgen und ihre privaten Daten herausfinden kann.

Die Musik ist passend, atmosphärisch und einfach gehalten, verzichtet dabei aber auf einprägsame Tonabfolgen. Musikalisch begleitet werden die Szenen, in denen der Einfluss der Videos auf das reale Leben der Personen deutlich wird. Die Dialoge sind meistens Telefon- oder Skype-Gespräche, da der gesamte Film quasi auf einem Laptop spielt. Es gibt aber auch Szenen, in denen die Regisseurin aus dem Off eine Geschichte erzählt oder den Handlungsstrang voranführt (z.B. in der Szene, in der peinliche Bilder von Menschen auf Google Earth gezeigt werden und Eef Hilgers dem Zuschauer erläutert, wie sie mit dem Filmen anfing).

Auch die Kameraführung ist relativ einfach gehalten, es sind meistens entweder Ausschnitte von ausgesuchten Internetvideos oder einfache Bildschirmaufnahmen zu sehen. Ab und zu wird die Regisseurin von ihrer Webcam aus der„nahen“ Einstellungsgröße gefilmt.

Den Film durchzieht eine hohe Schnittfrequenz, denn die Videos werden sehr schnell „weg-“ und wieder „angeklickt“. Dies versinnbildlicht nicht nur den wachsenden Durst der Zuschauer nach mehr Videos, sondern löst beim Publikum auch eine hektische Stimmung aus. Zudem werden Ausschnitte von alten Filmaufnahmen, die die Regisseurin in ihrer Jugend selbst aufgenommen hat, eingeblendet.

Als Zielgruppe adressiert der Films Jugendliche, die Gespräche sind in Alltagssprache gehalten.

Beim Interview mit einer Person, welche ins Fernsehen geschnitten wurde, obwohl sie nicht zurechnungsfähig war, merkt man dies besonders, da hier auch Wörter wie „Shit!“ oder „Fuck“ fallen.

Fazit

Wir finden, dass Shame/Fame ein sehr gelungenes Werk ist, da es abwechslungsreich und gut gemacht ist. Jedoch würden wir nicht für ein zwanzigminütiges ‚Video’ ins Kino gehen. Wir finden, dass man im Kino lieber längere Filme ansieht.

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