Kinovorhang cferda 01

The Darkest Minds - Die Überlebenden

USA 2018, Dystopie, Fantasy, ab 12 Jahren

am 03.05.2019 von stefanie (21), Redaktion Köln 2, Film

Dein Gesamturteil: 9 von 10 Punkte

Wenn die Gesellschaft dich töten will, wirst du dich beugen oder wirst du kämpfen?

Durch eine Epidemie starben 98% aller Kinder. Doch die Überlebenden sind die eigentliche Gefahr, denn sie erlangten Fähigkeiten durch die Krankheit, vor denen die Menschen sich fürchten.
Ruby landet deswegen in einem Lager, wo die Begabten nach Fähigkeiten sortiert werden und kontrolliert leben und arbeiten müssen.
Als ihr die Flucht gelingt, muss sie schnell einen Zufluchtsort finden. Nur wem kann sie vertrauen, wenn jeder der Feind sein kann? Und kann sie sich selbst trauen?

Zu Beginn bekommt man die Lage erklärt. Der Film startet mit einer groben Zusammenfassung der vergangenen Jahre, in denen die Krankheit die Welt verändert hat. Dadurch findet man sich schnell zurecht und entwickelt ein Verständnis für die Lage der Figuren. Eindrucksvoll sind auch die Szenen, in denen man die Veränderung und die Krankheit erlebt.
Ruby begegnet man erstmals, als sie noch ein Kind ist. Kurz bevor sich ihr Leben dramatisch ändert und sie in besagtes Lager kommt, lernt man ihr eigentliches Leben kennen. Da es sich nicht allzu sehr von der eigenen Realität abgrenzt, wird sie für den Zuschauer greifbar und es fällt einem leichter, sich mit ihr zu identifizieren.
Die Fähigkeiten sind sehr verschieden und machen den Reiz des Films aus. So gibt es die Blauen, die telekinetische Kräfte haben. Grüne sind besonders intelligent und Gelbe können Strom beeinflussen. Besonders einprägsam sind aber die Orangenen, da sie Erinnerungen verändern oder löschen können. Dadurch entwickelt Ruby, die eine Orangene ist, einen inneren Konflikt, denn nicht alles, was sie kann oder schon getan hat, ist auch richtig oder moralisch vertretbar. Und dann bleibt noch die Frage zu klären, was die Roten können, die immer wieder namentlich erwähnt werden, aber durch ihre schnelle Vernichtung durch die Regierung den anderen Begabten nicht bekannt sind.
Das Kennenlernen mit Liam, Zu und Chubs, drei anderen Begabten, denen Ruby auf der Flucht begegnet, sorgt dafür, dass man mehr über die anderen Fähigkeiten erfährt. In actionreichen Szenen kann Liam seine Telekinese beweisen, um sie alle zu retten. Zu ist als Jüngste das Bindeglied zwischen ihnen allen und hält sie zusammen. Auch wenn sie als Gelbe recht mächtig ist, wird sie von den anderen beschützt und behütet, da sie noch ein Kind ist.
Sie alle eint der Wunsch, einen sicheren Ort zu finden und so machen sie sich auf die Suche, da es gerüchteweise einen solchen Ort geben soll. Dadurch kommt es zu interessanten Begegnungen und durch die Atmosphäre eines Roadtrips kommen sich Liam und Ruby näher. Romantische Momente geben dem Film den Anschein eines Teenagerliebesfilms. In solchen Momenten kann man gut die lauernden Gefahren ausblenden. Dadurch ist es dann umso überraschender, wenn es zu einem Angriff kommt.
Die Musik wird passend eingesetzt und emotionalisiert an den richtigen Stellen. Vor allem gegen Ende zieht die Regisseurin alle Register und sorgen mit Gefühlen, Überraschungen und einem Cliffhanger dafür, dass man unbedingt wissen will, wie es weitergeht. Nur wie so oft bei Jugendbuchverfilmungen, wird es wohl keine Fortsetzung geben. Dann muss man wohl auf die Romanvorlage zurückgreifen, um Rubys weitere Geschichte zu erfahren.

Fazit

Ein sehr gelungener Streifen, der sein Publikum kennt, den Zuschauer gut unterhält und die Spannung auf Teil 2 erhöht.

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