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Warrior Cats - Fluss aus Feuer

2019, Fantasy

am 05.04.2019 von stefanie (21), Redaktion Köln 2, Buch

Dein Gesamturteil: 9 von 10 Punkte

Fünf Clans müssen es sein, damit sie überleben können. Doch einer ist bereits zerbrochen...

Die Vision einer schrecklichen Feuerbrunst zeigt die Gefahr, die auf die Clans zukommt. Aber geht es wirklich um tosende Flammen oder stehen sie stellvertretend für eine andere Gefahr?
Das müssen Erlenherz, Zweigpfote und Veilchenglanz herausfinden, um die Clans vor dem drohenden Unheil zu bewahren. Oder ist es dafür längst zu spät?

Die Geschichte knüpft nahtlos an das Ende von "Dunkelste Nacht" an, wodurch man leicht hineinfindet. Nur der Prolog sticht heraus, der wie immer dazu genutzt wird, einen Vorgeschmack auf den weiteren Verlauf zu bieten, indem es um Katzen geht, die sonst nicht so im Fokus stehen.
Dadurch kann man sich schon darauf einstellen, dass es weiterhin um den Zerfall des SchattenClans gehen wird, denn der SternenClan warnt davor, dass sie fünf Clans sein müssen, um zu überleben.
Durch Erlenherz Visionen trifft man auch altbekannte Katzen wieder, deren Verlust neuerlich schmerzt, da man sie gerne wieder im Clanleben willkommen heißen würde. Gerade der Verlust von bekannten Gesichtern macht die Story emotionaler, sorgt aber auch dafür, dass man sich an die jungen, neuen Katzen gewöhnen muss.
Dahingehend ist es hilfreich, dass mit Erlenherz, Zweigpfote und Veilchenglanz drei junge Katzen die Geschichte erzählen. Zumal man Einblicke in das Leben zweier Clans und in die Heilergeheimnisse bekommt, da die drei Erzählenden aus zwei Clans kommen und Erlenherz ein Heiler ist.
Gerade durch den Zusammenschluss aus WolkenClan und SchattenClan ist es praktisch, dass mit Veilchenglanz eine WolkenClan-Katze zu Wort kommt und man mehr über die Probleme einer solchen Fusion erfährt.
Überraschende Wendungen fördern die Spannung und sorgen dafür, dass der Leser den Roman kaum aus den Händen legen kann. Zumal einige Todesfälle die Geschichte emotionalisieren und zu traurigen Höhepunkten werden. Umso überraschender ist das Ende, da man mit einzelnen Handlungssträngen nicht rechnet und sie teilweise sehr unrealistisch scheinen.
Auffallend unsympathisch ist Blattstern, die Anführerin des WolkenClans, die in den Special Adventures noch mit Ruhe und Weitsicht glänzen konnte. In diesem Band ist sie schnell gereizt und scheint ständig ihre Position verteidigen zu wollen. Das ist zwar auch der ungewohnten Situation geschuldet, sorgt aber dafür, dass man sie kaum noch ertragen kann. Dafür beginnt man andere Katzen ins Herz zu schließen und entwickelt Mitleid für einige, weswegen die Todesfälle umso herzergreifender sind.

Fazit

Band 5 der sechsten Staffel sorgt wieder mal für Spannung und macht neugierig auf das Finale.

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