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Ephraim und das Lamm

Äthiopien 2015, ab 6 Jahren

am 19.02.2018 von Mika S. (11) aus Dortmund, Schulkinowoche 2018 NRW (Gastkritik), Film

Dein Gesamturteil: 7 von 10 Punkte

Eine aufschlussreiche Filmkritik über den Film "Ephraim und das Lamm" zeigt Stärken und Schwächen des Films.

Ephraim und sein Vater müssen ihr Heimatdorf Buya in Äthiopien verlassen, weil sie dort nicht mehr leben können. Die Mutter des neunjährigen Jungen ist gestorben. Ephraim wird bei Verwandten untergebracht und sein Vater sucht sich in der Hauptstadt von Äthiopien eine Arbeit. Er will zurückkommen, wenn es wieder regnet. Doch Ephraim gefällt es in der neuen Familie gar nicht. Er darf als Mann nicht kochen, obwohl er das gerne und gut macht. Er wird geschlagen, wegen einer Ungeschicklichkeit beim Pflügen als Schwächling und als Frau beschimpft und beim Fest am nächsten Freitag soll er sogar sein geliebtes Lamm Chuni schlachten. Das gefällt ihm gar nicht und er fängt an, Geld für eine Busfahrt zurück nach Buya zu sammeln…

Der 2015 erschienene Spielfilm (94 Minuten lang) von Yared Zeleke ist frühestens ab 6 Jahren zu empfehlen, da auch Gewaltszenen vorkommen. In dem Film lernt man einiges über Äthiopien und über die Traditionen dort, zum Beispiel, dass Männer nicht kochen dürfen und das Schlagen der Kinder, aber auch über das Leben allgemein und das regt zum Nachdenken an. Ich finde den Film interessant, doch am Ende bleiben ein paar Fragen offen, z.B. ob der Vater wieder zurückkehrt? Ich hätte mir ein Happy End gewünscht.

Außerdem spielt in dem Film, der die Armut gut zeigt, auch der Klimawandel eine wichtige Rolle, denn er ist für die Krise in Äthiopien mitverantwortlich. Die Handlung ist für mich nicht immer gut nachzuvollziehen, was auch an den befremdlichen Traditionen dort liegt, aber die Schauspieler haben ihren Job gut gemacht.  In die Kinder konnte ich mich gut hineinversetzen und ich glaube, dass die Erfahrungswelt der Kinder und Erwachsenen in Äthiopien gezeigt wird. Dadurch merke ich, wie gut wir es hier in Deutschland haben.

Fazit

Der in der wunderschönen Berglandschaft spielende Film ist nicht besonders spannend und ist nicht schnell geschnitten, doch der Film ist interessant und man kann viel daraus lernen. Die meiner Meinung nach schönste Stelle ist der Ausblick über die Berge und die Musik ist passend zur jeweiligen Stimmung. Als Verbesserungstipp würde ich eventuell die Fragen am Ende beantworten und zeigen, wie Ephraims Vater sich eine Arbeit sucht. Ich würde den Film „Ephraim und das Lamm“ empfehlen.