SchulKinoWochen NRW 2020

Kind schreibt auf einem Papier

Die Jury hat getagt

Meckern erlaubt, Lob auch! - unter diesem Motto fand im Rahmen der SchulKinoWochen NRW erneut der Filmkritikwettbewerb statt. Die Schülerinnen und Schüler konnten zu dem Film, den sie bei den SchulKinoWochen NRW gesehen hatten, eine Filmkritik schreiben und diese bei spinxx.de, dem Online-Portal für junge Medienkritik, einreichen.

34 Kritiken wurden von Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher Schulformen und Altersgruppen eingereicht.

Die Jury hatte die nicht leichte Aufgabe, aus den vielen guten Kritiken die Preisträgerinnen und Preisträger zu benennen. Dabei konnten vier Preise verteilt werden.

 

Der Besuch des spinxx-Kritikergipfels und der Kinobesuch mit einem Gast aus dem Filmteam geht an:

Kira M. von der Gottfried-von-Cappenberg-Schule Münster für ihre Kritik zu dem Film „Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten“

Begründung der Jury:

In ihrer Kritik zu „Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten“ beschreibt Kira eindrücklich, welche Faszination der Film für sie hält. Präzise arbeitet sie das Thema des Dokumentarfilms heraus, ohne zu viel vorweg zu nehmen, und begründet ihre positive Bewertung stichhaltig: ein informativer Film, der seine Zuschauer*innen mit neuen Erkenntnissen bereichert. Trotz aller Begeisterung ist Kira aber auch kritikfähig und erkennt, dass Längen einem Film schnell die Spannung rauben können. Sie selbst verzichtet daher auf unnötige Ausschweifungen und bringt ihre Empfehlung mit beeindruckender Formulierungsstärke auf den Punkt.

Die Kritik von Kira


Der Workshop mit einem Stuntman für die gesamte Klasse geht an:

Die Klasse Deutsch C der Westkampschule Bielefeld für ihre Kritik zu dem Film „Der Junge muss an die frische Luft“

Begründung der Jury:

Die Klasse Deutsch C hat eine inhaltlich starke und gut nachvollziehbare Kritik zu dem Film „Der Junge muss an die frische Luft“ über die Kindheit von Hape Kerkeling verfasst. Sie geht insbesondere auf den Kontrast zwischen den humorvollen und traurigen Szenen ein und analysiert diese ungewöhnliche Genre-Mischung auf klare und verständliche Weise.
Mit viel Empathie heben die Kritiker die Szene der Beerdigung von Hapes Mutter als besonders beeindruckend hervor und loben die darstellerische Leistung der Schauspieler. Sie schaffen es durch ihre genauen Beobachtungen, die vielen Höhen und Tiefen des Films als starkmachende und hoffnungsvolle Botschaft zu interpretieren und sprechen so im Fazit eine überzeugende Empfehlung aus.

Die Kritik der Klasse Deutsch C


Ein DVD-Paket geht an:

Johanna B. vom Georg-Simon-Ohm Berufskolleg Köln für ihre Kritik zu dem Film „They Shall Not Grow Old“

Begründung der Jury:

Mit ihrer sowohl filmsprachlich wie auch inhaltlich sehr kenntnisreichen Kritik arbeitet Johanna auf beeindruckende und stets nachvollziehbare Weise die Stärken und Schwächen von Peter Jacksons Dokumentarfilm „They Shall Not Grow Old“ heraus. Sie schafft es, ihre Begeisterung für die Methodik des Films in passende Worte zu fassen, benennt dabei dennoch präzise, mit welchen Mitteln oder Entscheidungen der Film einen noch stärkeren Eindruck hätte hinterlassen können. Diese Balance und Reflexionsleistung sind sehr bemerkenswert und neben der sprachlichen Sicherheit ausschlaggebend, die Kritik von Johanna als eine der besten dieses Jahrgangs auszuzeichnen. Bravo!

Die Kritik von Johanna


Ein weiteres DVD-Paket geht an:

Salima C. vom Robert-Schumann-Berufskolleg Dortmund für ihre Kritik zu „Die grüne Lüge“

Begründung der Jury:

Die Wahrheit ist oft schonungslos, aber es gibt Wahrheiten, vor denen dürfen wir unsere Augen nicht verschließen. Der Dokumentarfilm „Die grüne Lüge“ hat zumindest Salima die Augen geöffnet. In ihrer ausführlichen Kritik appelliert sie an die Leserschaft, sich ebenfalls mehr mit dem Thema „Greenwashing“ auseinanderzusetzen, das bisher viel zu wenig Raum in der Diskussion um Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit einnimmt. Dabei blickt sie über die bloße Handlung des Films hinaus, geht auf unterschiedliche Darstellungsformen ein und beleuchtet diese kritisch. Besonders beeindruckt hat uns Salimas Reflexionsfähigkeit, indem sie fragt: Wie können Zuschauer*innen das neu erworbene Wissen auf ihren Alltag anwenden? Auch ihre Wahrheit ist hier schonungslos: Darauf gibt der Film keine Antwort.      

Die Kritik von Salima

Dieser Kritikerwettbewerb wird ausgeschrieben von:

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www.spinxx.de - das Online Magazin für junge Medienkritik

 

www.filmundschule.nrw.de - die Initiative zur Förderung von Filmbildung in der Schule

 

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www.visionkino.de - Netzwerk für Film und Medienkompetenz.