29.4.12 - Favoriten beim 22. Filmkunstfest stehen fest
Neben dem im Wettbewerb laufenden Spielfilm „Weil ich schöner bin“ empfehlen die jungen Filmkritiker vor allem den bereits mit verschiedenen Preisen ausgezeichneten Fernsehfilm „Homevideo“ sowie den Kurzfilm „Gekidnapped“.
Bereits im letzten Jahr konnte die Schweriner Spinxx-Redaktion Dank der guten Zusammenarbeit mit der Filmland MV GmbH als junges Medienteam am Filmkunstfest teilgenehmen. In diesem Jahr durften die Schweriner Jugendlichen erstmals auch Filme für die Programmreihe Halbstark – Kino für Kids und Teens empfehlen und im Vorfeld des Festivals einige Wettbewerbsbeiträge sichten. Nun erwarten sie mit Spannung den Start des 22ten Filmkunstfestes und empfehlen nicht nur dem Schweriner Publikum folgende Filme:
Gekidnapped (Deutschland)
Die Story des 2011 von der Nachwuchsregisseurin Sarah Winkenstette produzierten Kurzfilms „Gekidnapped“ ist schnell erzählt. Der unangepassten und ziemlich chaotischen Ida scheint wirklich jedes Mittel recht zu sein, um von Mitschüler Hannes einen Kuss zu bekommen. Und als am Freitag die letzte Unterrichtsstunde vorbei ist, startet Ida ihren äußerst cleveren Plan. Diese kurze Komödie hat die Nachwuchskritiker so begeistert, dass sie ihn einstimmig für die Halbstark Reihe beim 22ten Filmkunstfest empfohlen haben. „Leider gibt es in dieser Filmreihe noch keine Preise“ stellen Jule, Jannicke und Katarina bedauernd fest ergänzen: „Von uns würden beide Hauptdarsteller und auch die Regisseurin einen ersten Preis bekommen“. Bleibt also zu hoffen, dass möglichst viele Schweriner sich diesen wunderbaren Kurzfilm anschauen, auch wenn er nur als Vorfilm im Vormittagsprogramm läuft: Donnerstag, 03. Mai, 09:00 Uhr – empfohlen ab 8 Jahren.
Homevideo (Deutschland)
Ganz anders beeindruckend war für die Spinxx-Redakteure der von Kilian Riedhof im Jahr 2011 gedrehte Fernsehfilm „Homevideo“. Schonungslos und mit sehr direkten, intensiven, drastischen Bildern wird hier die Geschichte des 15jährigen Jakob erzählt. Die Ehe seiner Eltern ist im Eimer und in der Schule läuft auch alles irgendwie schief. Zum Glück gibt es Hannah, ein Mädchen in das Jakob verliebt ist und mit der er endlich wieder unbeschwert und glücklich sein kann. Leider gerät gerade jetzt ein sehr intimes Video von Jakob in die falschen Hände und von dort ins Internet. Und damit bricht mehr Unheil über Jakob zusammen, als er ertragen kann. Mit erschreckend realen Bilder und beeindruckenden schauspielerischen Leistungen (allen voran Jonas Nay in der Rolle des Jakob) greift „Homevideo“ das sehr aktuelle Thema Cyber-Mobbing auf. „Dieser Film war echt krass.“ lautet dementsprechend das kurze Fazit von Trine, Lilly und Nora. Sie sind beeindruckt von der Geschichte und empfehlen: „Den Film sollte man auf jeden Fall mal in Schulklassen zeigen und dann darüber reden.“ Zu sehen ist der inzwischen mit dem Grimme-Preis ausgezeichnete Film am Donnerstag, dem 03. Mai um 11:00 Uhr und am Sonntag, den 06. Mai um 10:00 Uhr - empfohlen ab 12 Jahren.
Weil ich schöner bin (Deutschland)
Um ein gleichfalls brisantes Thema dreht sich auch der im Spielfilmwettbewerb als Uraufführung laufende Film „Weil ich schöner bin“. Die 13jährige Charo stammte eigentlich aus Kolumbien und führt ein scheinbar ganz normales Teenie-Leben mitten in Berlin. Sie tanzt gern, ist ein bisschen in einen Jungen aus der Nachbarschaft verliebt und hängt am liebsten mit ihrer allerbesten Freundin Laura ab. Charo ist ziemlich gut in der Schule und würde gern auf das Gymnasium wechseln. Aber niemand kann sie dort anmelden, denn sie lebt mit ihrer Mutter illegal in Deutschland und hat keine gültigen Papiere. Nach dem ihre Mutter durch einen dummen Zufall von der Polizei geschnappt wird, spitzen sich die Schwierigkeiten zu. Regisseur Frieder Schlaich greift dabei mit seinem Film auf eine wahre Begebenheit zurück. Hannah und Anne von der Spinxx-Redaktion fänden es toll, wenn zur Filmpremiere auch Mariangel Böhnke nach Schwerin kommt. Sie ist die Darstellerin der 13jährigen Charo und steht auf der Interviewwunschliste ganz weit oben. „Vielleicht können wir ja mit ihr ein bisschen durch Schwerin laufen, ihr die Stadt zeigen und dabei über den Film sprechen“ hoffen die beiden, die wie die anderen Filminteressierten schon ganz gespannt auf das Filmkunstfest warten. Zu sehen ist dieser Film zu folgenden Terminen: Donnerstag, 03. Mai um 19:30 Uhr (Uraufführung) und Freitag, 04. Mai um 18:30 Uhr. Außerdem findet am Freitag um 10:00 Uhr eine Extravorstellung für Schulklassen statt – empfohlen ab 12 Jahren.
Natürlich werden sich die jungen Kinokritiker in der kommenden Woche weitere Filme anschauen und zum Beispiel an der Vorführung des Filmes „Kriegerin“ mit anschließender Podiumsdiskussion teilnehmen. Und sie sind sich einig, dass das 22te Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern ein absolutes Highlight für alle Schweriner ist.
www.filmkunstfest-mv.de