Eine Filmkritik von Alena_N
Veröffentlicht am: 11. Februar 2026
Dokumentarfilm, USA 2025, 114 min.

Am 14.8.2025 gab die US Amerikanische Thrash Metal Band Megadeth bekannt, dass das kommende Studioalbum ihr letztes sein würde. Später gaben sie bekannt, dass das Album bereits einen Tag vor Erscheinen in den Kinos gezeigt werden würde, gepaart mit von Frontmann Dave Mustaine erzählten Anekdoten aus über 40 Jahren Bandgeschichte.
Ich würde den Film vor allem Megadeth Fans empfehlen, da es dort eben v.a. um Megadeth, ihre Geschichte und die Musik auf ihrem letzten Album geht. Ebenso würde ich den Film frühestens ab 8 Jahren empfehlen, da die Albumartworks teilweise recht blutig sind und auf dem Album auch Themen wie Krieg behandelt werden.
Fazit
Dave Mustaine sitzt in einem Sessel mit einem Ordner in dem alle Albumartworks chronologisch abgeheftet sind. Er erzählt zu jedem Album etwas. Dabei erzählt er einige für Fans interessante Anekdoten, fällt jedoch (wie immer) durch seine recht von sich eingenommene Art auf. Dazwischen werden immer wieder die neuen Songs abgespielt, während man auf dem Bildschrim Musik- oder Lyrikvideos, oder Artworks sieht. Das Album gefällt mir persönlich insgesamt recht gut. Es klingt wie eine Mischung aus Cryptic Writings (1997) und Endgame (2009). Teemu Mäntysaari ist meiner Meinung nach einer der besten Gitarristen den sie seit langem hatten und Dave‘s Stimme klang schon lange nicht mehr so gut (auch wenn er immer noch quäkt).
Tipping Point: die erste Singleauskopplung. Ein cooles Gitarrenriff, begleitet von Dave‘s giftigen Vocals. Kombiniert mit dem eingängigen, aber dennoch bissigen Refrain ein sehr guter Song.
I don‘t Care: hier hat Dave Mustaine versucht einen auf jung und rebellisch zu machen. Die Lyrics sind für Megadeth Verhältnisse recht generisch, aber die Gitarren sind genial und wer gerne eine Punk Nummer mit Dave Mustaines Vocals hören will ist hier richtig.
Hey God?!: in den Lyrics gewährt uns Dave Mustaine Einblicke in sein persönliches Gespräch mit Gott. Mit einem eingängigen Refrain wird hier Religion kritisch betrachtet.
Let there be Shred: der Titel hält was er verspricht: hier stehen die Gitarren im Vordergrund, während die Lyrics erneut recht dürftig ausfallen.
Puppet Parade: mein persönlicher Lieblingssong des Albums. Klassische Mustaine Vocals, donnernde Riffs, kombiniert mit gesellschaftskritischen Lyrics. Megadeth Par excellence
Another Bad Day: als ich diesen Song erstmals hörte erinnerte er mich sofort an Cryptic Writings. Ein Text über jemanden in dessen Leben es gerade nicht so gut läuft kombiniert mit melodischen Gitarren und einem eingängigen Refrain.
Made to Kill: die wohl thrashigste Nummer des Albums. Scharf, dreist, gesellschaftskritisch. Schnelle Gitarren. Nur der textlich zwar gute, melodisch jedoch leicht generische Refrain stört ein bisschen
Obey the Call: ein halb gesprochener, aggressiver Text, kombiniert mit starken Riffs und kurzem Refrain. Schlicht, aber lange nicht schlecht
I Am War: Das Introriff ist neben dem von Puppet Parade und Obey the Call für mich das stärkste des Albums. Ein simpler, gesellschaftskritischer Song, der für mich jedoch durchaus einiges an Charme hat.
The Last Note: der emotionale Abschied des Dave Mustaine. Emotional und bis ins Mark erschütternd. Mit sanften Akkustikgitarren und der in seiner Stimme mitschwingenden Melancholie. Dies ist das Ende.
Ride the Lightning (Bonus Track): ein grundsolides Cover, dass es aber meiner Meinung nicht gebraucht hätte.
Bloodlust (Bonus Track): ich besitze die Target Edition leider nicht.
Nobody‘s Hero (Bonus Track): ein donnerndes Megadeth Riff alter Schule gefolgt von einem bissigen, brutalen Megadeth Text und einem durchschlagenden Refrain. Schade, dass dieser exzellente Track hinter einer erneuten Paywall versteckt wurde.
Gesamtwertung Album: 7,75/10
Gesamtwertung Film: 8/10
FILMDATEN
Regie: Casey Tebo
Drehbuch: Dave Mustaine
Kamera: ?
Schnitt: ?
Darsteller:innen: Dave Mustaine, Teemu Mäntysaari, James LoMenzo und Dirk Verbeuren
Altersempfehlung (FSK): Ab 16 Jahren
Meine Altersempfehlung: Ab 8 Jahren

